HSV Wiener Neustadt, Sektion Marathon


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Friedbacher

Sport > Athleten

Portrait

R. Friedbacher im Portrait:
Geb. 1934 in Eichbüchl
Bruder Leopold
(Radrennfahrer)
Schwester Helene
(Diplomkrankenschwester)
Beruf: Karosseriespengler
(1961 Meisterprüfung)
Heirat mit Theresia
(Tochter des langjährigen
Lanzenkirchner Bürgermeisters
Franz Rachberger)
Sohn Gernot
(Univ.Prof., Dr.)
Schwiegertochter Gabriele
(Mag.)
Tochter Manuela
(Diplomkrankenschwester)
Schwiegersohn Johann
(ÖBB Bediensteter)
Enkerl: Johann, Stefan,
Martin und Agnes

Erfolge
Weltmeisterschaften
2006 WM in Linz:
Gold im Halbmarathon (Team)
Silber im Halbmarathon
Bronze 8000 m Cross
Bronze 3000 m Halle
2004 WM Auckland (NZL)
Silber im Halbmarathon
2004 WM Sindelfingen (D)
Bronze 8000 m Cross

Europameisterschaften
2007 Regensburg (D)
Gold 3 x 2 km Cross Staffel

Österreichische
Meisterschaften
29 x Gold
12 x Silber, 1 x Bronze
6 österreichische Rekorde
9 mal österreichischen
Volkslaufcup gewonnen
12 Marathons
(Wien, Florenz, Honolulu,
San Sebastian, Riccione, ...)
Teilnahme an insgesamt
300 Wettkämpfen

Verein
HSV Marathon
Wiener Neustadt

Rudolf Friedbacher

Freude an Bewegung
kennt keine (Alters-)Grenzen


Weltmeister im Teambewerb, 2-facher Vizeweltmeister, Euro-pameister in der Cross-Staffel, 29-facher österreichischer Meister ... diese Liste ließe sich beliebig lange fortsetzen.
Der Name der dahinter steht:
Rudolf Friedbacher.
Im stolzen Alter von 57 Jahren begann der ehemalige Karos-seriespenglermeister mit dem Laufen.



Zeit seines Lebens hatte er immer mäßig Sport betrieben. Aber nachdem ihm in der Berufsschule ein Herzfehler diagnostiziert worden war, ging er immer eher gemütlich an die Sache heran. Mit 50 entdeckte er seine Liebe zum Radfahren. Das verdankte er seinem Bruder Leopold. 1958 hatte dieser den österreichischen Radstraßenmeistertitel erobert. Gemeinsam bestritten sie diverse Radmarathons. 1991 jedoch wendete sich das Blatt. Die Ärzte diagnostizierten Darmkrebs bei Rudolf Friedbacher. Er stellte sich seiner Krankheit - und besiegte sie. Er sah Bewegung als Schlüssel zur Genesung an. Zuerst begann er, die Stiegenhäuser bereits im Spital auf und ab zu marschieren, dann nahm er das Radfahren wieder auf.


Schließlich zog es ihn zum Laufen. Er begann mit leichtem Training und entdeckte seine Be-geisterung. Sein Ehrgeiz war geweckt. Mit 60 Jahren begann der Vater zweier erwachsener Kinder seine Karriere als Wettkämpfer. "In meinen ersten beiden Jahren startete ich eher bei Bewerben in der Umgebung. 1996 wollte ich es dann genau wissen." Er lief seinen ersten Marathon in Florenz in einer Zeit von 4 1/4 Stunden. Ab diesem Zeitpunkt begann Friedbacher zum Geheim-tipp bei Rennen in seiner Altersklasse zu werden.
Er startete bei insgesamt 6 Welt-meisterschaften und 3 Euro-pameisterschaften, errang dabei insgesamt 7 Medaillen (davon 2 in Gold). Er erkämpfte 29 mal den österreichischen Meistertitel in seiner Altersklasse und hält 6 österreichische Rekorde. Die Liste seiner Erfolge ist schier endlos.
1995 trat Rudolf Friedbacher dem österreichischen Heeressportver-band bei. Hier erhält er pro-fessionelle Unterstützung bei Trai-


ning und Wettkämpfen.
Als Anerkennung für seine heraus-ragenden Leistungen erhielt er vom ÖHSV im Jahr 2006 die Auszeichnung "Sportler des Jahres."
Seine Familie ist sehr stolz auf ihn, die Kinder konnte Rudolf Friedbacher auch zum Laufen begeistern. Bei den Enkelkindern ist er gerade dabei, ihre Liebe zum Sport zu wecken. Nach seinen Hobbys befragt, sagt der heute 74jährige Lanzenkirchner, der seiner Heimat immer treu geblieben ist:
Schach ist meine zweite Leidenschaft. Als Mitglied beim Schachclub Bad Erlach weiß er:
"Zum Laufen muss ich jedesmal meinen inneren Schweinehund überwinden." Eine Tasse Kaffee und eine gute Partie Schach hingegen ist immer willkommen. Aber der Ehrgeiz spornt Rudolf Friedbacher doch immer wieder an, weiterzumachen. "Ich laufe, solange meine Gesundheit das erlaubt."
20.5.2008

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